Interview

Jede Bewegung wird durch Wiederholungen zu einer Übung

Ein Zwölf-Fragen-Interview

Interviewer: Hallo Gieseler Kempf. Schön, dass Sie Zeit gefunden haben für dieses Interview.

Gieseler Kempf: Hi, Hallo. Danke für die Einladung.

I.: Wie ist die Idee für diese Ausstellung entstanden?

G.K.: Die Idee ist über Jahre im Zwiegespräch gewachsen. Mein erstes mechanisches System habe ich in meiner Küche entwickelt. Ein hängendes Gewürzregal und ein Radio waren über einen Seilzug miteinander verbunden und hielten sich so in Balance. Nach dem Kochen konnte das Regal an die Decke gezogen werden und das Radio fand auf der Küchenablage platz.

I: Wo sind die Arbeiten für diese Ausstellung entstanden?

G.K.: Die Arbeiten sind im Fitnesscenter, zu Hause und hier vor Ort entstanden.

I.: Wie sahen die Vorbereitungen aus?

G.K.: Ich habe zwei Wochen lang jeden Tag in einem anderen Fitnesscenter ein Probetraining

gemacht.

I.: Warum das?

G.K.: Weil mir klar geworden ist, dass im Fitnesscenter Themen zusammenkommen, die mich interessieren: Bewegungen, Wiederholungen, Balance und Formen, der Bezug zwischen Objekten und Menschen und natürlich diese absolut skurrilen Maschinen, die alles miteinander verbinden. In den unterschiedlichen Fitnesscentern habe ich Eindrücke sowie Bildmaterial gesammelt und Bewegungsabläufe studiert.

I: Was ist das Thema der Ausstellung?

G.K.: Der Fokus der Ausstellung liegt auf der Bewegung, sei es die physische oder die gedachte Bewegung, den Formen und den Objekten, sowie dem Gewicht der Dinge.

I.: Was ist Bewegung?

G.K.: Ohne Richtung gibt es keine Bewegung und die Bewegung ist das Zusammenspiel zwischen Anspannung und Entspannung.

I.: Was ist Form?

G.K.: Die Form umfasst den Inhalt.

I.: Was ist Gewicht?

G.K.: Das Gewicht hängt vom Material ab.

I.: Können Sie das wiederholen?

G.K.: Gerne. Das Gewicht hängt vom Material ab.

I.: Was ist Repetition?

G.K.: Mir ist aufgefallen, dass jede Bewegung durch Wiederholungen zu einer Übung wird und dass man sich so der Bewegung bewusst werden kann.

I.: Wer ist Gieseler Kempf?

G.K.: Das ist ein anderes Wir.

I.: Ein Wort zum Schluss?

G.K.: Die besten Ideen kommen immer kurz bevor man gehen möchte.

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